Ericsson-Zahlen Mittelmaß aus Stockholm
Stockholm - Für Analysten dürften die Ergebnisse, die Ericsson-Chef Kurt Hellström abgeliefert hat, eine harte Nuss sein, Licht und Schatten liegen nah beieinander. Denn der Verlust im Gesamtjahr fiel niedriger, der im letzten Quartal aber wesentlich höher aus als erwartet. Die Umsätze fallen, während Ericsson gleichzeitig seine Kosten reduziert.
Wie das Unternehmen mitteilte, betrug das Minus im vergangenen Geschäftsjahr 21,1 Milliarden Kronen (rund 2,2 Milliarden Euro). Analysten hatten 30 Milliarden Kronen erwartet. Im Jahr zuvor hatte der weltweit viertgrößte Handy-Hersteller 14,3 Milliarden Kronen Gewinn eingefahren.
Der Umsatz fiel auf 210,8 Milliarden Kronen. Aufs Gesamtjahr gerechnet betrug der Rückgang damit fünf Prozent. Die Verluste im vierten Quartal fielen mit 5,1 Milliarden Kronen deutlich höher aus als vorhergesagt.
Ericsson hat im vergangenen Jahr wegen anhaltender Verluste im Handy-Geschäft die komplette Produktion eigener Mobiltelefone an das US-Unternehmen Flextronics ausgelagert. Außerdem wurde eine strategische Allianz mit Sony in Japan eingegangen.