IMMOBILIENFONDS Ermittlungen gegen Commerzbank
Die juristischen Gefechte zwischen Commerzbank und enttäuschten Anteilsbesitzern verschiedener Berliner Immobilienfonds (SPIEGEL 35/2002) weiten sich aus. Neben 30 Mandanten des Münchner Anwalts Volker Thieler, zu denen Prominente wie Jürgen Drews und Fritz Wepper gehören, wehren sich noch rund 30 weitere Anleger gegen die von der Commerzbank angedrohten Zwangsvollstreckungen. Davon betreffen allein 16 Klagen von Ärzten und Apothekern die Fondsimmobilie Britzer Damm/Jahnstraße. Auf Grund zweier Strafanzeigen ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft in diesem Fall gegen den Treuhänder wegen Untreue und gegen Verantwortliche der Commerzbank wegen Prozessbetrugs. Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde bei einer Berliner Filiale die entsprechende Kreditakte beschlagnahmt. Bis jetzt geben sich die betroffenen Banker gelassen. »Von den 16 Verfahren hat die Commerzbank 12 in erster Instanz gewonnen«, sagt ein Sprecher, 4 weitere seien dort noch anhängig. Auch die Ermittlungen der Staatsanwälte fürchte man nicht: So habe etwa die Untersuchung der Kreditakte »keine zweckfremde Mittelverwendung« ergeben. Die Strafanzeige wegen Prozessbetrugs enthalte »falsche Verdächtigungen«.