Ermittlungen gegen Wirtschaftsprüfer - DER SPIEGEL
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INFOMATEC Ermittlungen gegen Wirtschaftsprüfer

• aus DER SPIEGEL 28/2001
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Die Augsburger Staatsanwälte haben ihre Ermittlungen rund um die insolvente Augsburger Softwarefirma Infomatec ausgeweitet. Bis vor kurzem hatten die Ermittler und Kripo-Beamten unter dem Leitenden Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz nur Gerhard Harlos und Alexander Häfele im Visier, die beiden Gründer des am Neuen Markt notierten Unternehmens, die den Aktienkurs durch unzutreffende Ad-hoc-Meldungen über angebliche Großaufträge in die Höhe getrieben haben sollen. Jetzt ermitteln Nemetz und seine Kollegen auch gegen zwei Mitarbeiter der Münchner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Haarmann, Hemmelrath & Partner wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug und Gründungsschwindel. Die Finanzexperten hatten im Vorfeld des Börsengangs im Mai 1998 ein Gutachten erstellt und fünf kleinere Unternehmen, die Harlos und Häfele einbrachten, mit 207 Millionen Mark bewertet. In einer Expertise, die der münstersche Wirtschaftsprofessor Klaus Röder für die Augsburger Staatsanwaltschaft erstellte, kommt der Wissenschaftler zu einem ganz anderen Ergebnis. Realistisch gewesen wäre, so Röder, ein Wert von maximal 55 Millionen Mark. Eine der eingebrachten Firmen, heißt es in dem Gutachten, stand »kurz vor der Insolvenz«. Eine andere Gesellschaft, vermerkt der neutrale Experte, »wäre ohne die zweifelhaften Buchungen wertlos« gewesen.

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