Erotische Expansion: Beate Uhse will Weltmarkt anführen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Erotische Expansion Beate Uhse will Weltmarkt anführen

Der Gesamtmarkt für Erotik in Europa verspricht nach Überzeugung von Beate-Uhse-Chef Otto Lindemann noch erhebliches Wachstumspotenzial. Das soll dem Erotikkonzern helfen, weltweit die Nummer eins zu werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Ich gehe davon aus, dass wir in etwa fünf Jahren den weltweit umsatzstärksten Anbieter Playboy knacken können. Beim Gewinn haben wir das schon geschafft", sagte Lindemann gegenüber der "Financial Times Deutschland". Geplant seien dazu Einschnitte in die Markenpolitik, neue Ladenkonzepte und eine forcierte Expansion in Europa und den USA.

Der Erotikmarkt in Europa hat Berechnungen des Beate-Uhse-Konzerns zufolge ein Volumen von rund einer Milliarde Euro. "Entsprechendes Marketing vorausgesetzt, lässt sich das Volumen in wenigen Jahren mindestens verdreifachen", sagte Lindemann.

Dazu kann sich der ehemalige Fielmann-Manager sogar eine TV-Werbekampagne vorstellen. Voraussetzung sei aber, die Markenvielfalt des Beate-Uhse-Konzerns zu straffen. "Beate Uhse wird dabei europaweit als Dachmarke eingeführt", kündigte Lindemann an. "Bei unseren restlichen Brands wie etwa Dr. Müller, Helen Duval oder Pabo haben wir uns etwas verzettelt. Künftig werden wir da aufräumen und sie stärker an Beate Uhse anbinden."

Auch den rund 200 Sex-Shops steht eine Imagepolitur ins Haus: "Mit unserem alten Ladenkonzept sprechen wir rund zehn Prozent der männlichen Bevölkerung an", sagte Lindemann. "Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir auch den Rest für uns gewinnen können."