Ertragsrückgang Puma fehlen Großereignisse
Herzogenaurach - Aufgrund der Auftragssituation Ende März erwarte Puma für 2007 ein Umsatz- und Ergebniswachstum im unteren einstelligen Prozentbereich, teilte das Herzogenauracher Unternehmen heute mit. Zuvor war Puma von einem Umsatzplus im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich ausgegangen, der Gewinn sollte um mindestens zehn Prozent steigen. Ohne sportliche Großereignisse sei das laufende Geschäftsjahr "herausfordernd", erklärte Puma-Chef Jochen Zeitz.
Im ersten Quartal erwirtschaftete Puma bei einem um zwei Prozent auf 655,8 Millionen Euro gestiegenen Umsatz operativ 134,8 Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag bei 1,1 Milliarden. Im Jahr 2006 hatte Puma einen Umsatz von 2,37 Milliarden Euro erlöst. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen hatte im Vorjahr 263 Millionen Euro betragen.
Probleme bereitete dem Konzern im ersten Quartal vor allem der amerikanische Markt. Hier ging der Auftragsbestand im ersten Quartal um 17,6 Prozent zurück. Als Grund dafür gab Puma neben dem allgemein moderaten Umfeld in den Einkaufszentren in den USA auch die Rückgänge bei einem wichtigen US-Kunden an, der in den vergangenen Jahren ein starkes Umsatzwachstum zu verzeichnen hatte. Branchenbeobachter vermuten dahinter die Sportschuhkette "Foot Locker".
Die Aktien von Puma sind an der Börse trotzdem nur leicht unter Druck geraten. Händlern zufolge ist das Papier dank des Übernahmeangebots von Pinault-Printemps-Redoute von 330 Euro ausreichend nach unten abgesichert. Gegen 9.30 Uhr verloren die Titel 0,34 Prozent auf 334,87 Euro. Der Mdax gewann unterdessen 0,35 Prozent auf 10.847,90 Zähler.
"Es sieht auf den ersten Blick so aus, als ob sich Puma ein wenig 'arm' rechnen würde, weil sonst das Angebot über 330 Euro nicht angenommen wird", sagte ein Börsianer. PPR würde wohl keine Stücke mehr bekommen, wenn die Aktie dank guter Zahlen kräftig steigen würde, merkte er an. Die Analysten von equinet bestätigten die Titel unterdessen mit "Hold" und einem Kursziel von 330 Euro. Die Zahlen seien insgesamt aufgrund des gesenkten Ausblicks schlechter ausgefallen, hieß es in einem ersten Kommentar. Auch sie verwiesen auf das Übernahmeangebot als Unterstützung. Weitere Details werden nach der Analystenkonferenz am Nachmittag erwartet.
sam/Reuters/dpa-AFX/vwd