Eschede Millionenentschädigung für Opfer
Die Verletzten und die Hinterbliebenen der Todesopfer haben von der Bahn bislang rund 10 Millionen Mark erhalten. Diese Summe werde jedoch noch deutlich steigen, da einige Ansprüche über Jahre liefen und noch nicht alle Unfallfolgen absehbar seien, sagte der von der Bahn eingesetzte Ombudsmann, Otto Ernst Krasney.
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Etwa 30 Menschen behielten bleibende körperliche Schäden zurück. Bislang habe noch kein Betroffener über Mängel bei der Hilfe bei der Bahn geklagt, erklärte der Ombudsmann weiter.
Krasney berichtete, sein Büro habe im Durchschnitt seit Eschede 20 bis 25 Anrufe pro Tag erhalten. Etwa 172 Betroffene und Angehörige träfen sich regelmäßig in Selbsthilfegruppen, um mit Hilfe von Psychologen ihre Erlebnisse zu verarbeiten.
Den Angehörigen der Toten seien neben den Entschädigungsleistungen pauschal 30.000 Mark Schmerzensgeld gezahlt worden, üblich seien etwa 10.000 Mark. Nach Bahn-Angaben hat das ICE-Unglück das Unternehmen rund 150 Millionen Mark gekostet, 100 Millionen davon seien Umsatzausfälle.