Essen: Karstadt-Mitarbeiter sollen länger arbeiten - DER SPIEGEL
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Essen Karstadt-Mitarbeiter sollen länger arbeiten

Die losgetretene Arbeitszeit-Debatte zieht Kreise: Nun will auch die Leitung der angeschlagenen Karstadt Warenhaus AG, dass ihre 47.000 Beschäftigten deutlich länger arbeiten. Vorstandschef Helmut Merkel hält 40 bis 42 Stunden in der Woche für nötig.
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Essen - Bislang arbeiten die Beschäftigten in den 180 Karstadt-Kaufhäusern wöchentlich zwischen 37 und 38 Stunden. In einem Interview mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" forderte Merkel zudem, die Arbeitzeiten durch die Einführung eines Jahresarbeitszeit-Kontos weiter zu flexibilisieren: "Je nach Saison könnte mehr - wie beispielsweise im Weihnachtsgeschäft - oder weniger gearbeitet werden. Das würde uns enorm helfen", sagte Merkel der Zeitung in Essen.

Die Karstadt AG ist der größte deutsche Warenhauskonzern. Er leidet massiv unter der anhaltenden Konsumflaute und der Kaufzurückhaltung der Kunden. Anfang Juli hatte das Unternehmen den Abbau von 4.000 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2006 angekündigt. Verlängerte Arbeitszeiten seien nun ein Weg, die Zahl der Stellenstreichungen zu reduzieren, meinte Merkel. Die Konzernführung biete der Arbeitnehmerseite an, darüber zu verhandeln.

Unterdessen verlautete aus nicht näher bezeichneten Unternehmenskreisen, dass die Konzernleitung 13 Karstadt-Filialen in Deutschland "als Warenhaus nicht mehr geeignet" hält. Man wolle Möglichkeiten einer "neuen Verwendung" der Kaufhäuser suchen, hieß es weiter.