Essers Rachefeldzug - DER SPIEGEL
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MANNESMANN Essers Rachefeldzug

• aus DER SPIEGEL 15/2000
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Mannesmann-Chef Klaus Esser hat auch sein letztes Gefecht gegen Vodafone-Chef Chris Gent so gut wie verloren. Vergangenen Mittwoch weigerte sich der Mannesmann-Aufsichtsrat, über die Zukunft der Auto- und Engineering-Sparte des Konzerns (Atecs) zu entscheiden - weil die Unterlagen für den 18-Milliarden-Mark-Verkauf der Atecs an Thyssen-Krupp oder Bosch/Siemens und den alternativen Börsengang äußerst spärlich ausgefallen waren und weil Essers Versuch allzu verbissen schien, eine Entscheidung noch vor dem 12. April zu erzielen, dem Tag, an dem die EU-Wettbewerbskommission ihre Auflagen für die Fusion von Mannesmann und Vodafone bekannt geben will. Erst dann kann Vodafone Einfluss auf die Entscheidung ausüben. Die Hektik Essers, der den Aufsichtsrat in den vergangenen Wochen zu mehreren Sondersitzungen zusammentrommelte, sei nur noch aus persönlichen Rachemotiven gegenüber dem neuen Eigentümer zu erklären, meint ein Mannesmann-Kontrolleur. Auch aus diesem Grund habe man die Entscheidung auf den 17. April vertagt. Doch für das Wochenende hatte Esser unverdrossen neue Verhandlungsrunden mit Siemens und Thyssen angesetzt. Sollte dabei ein akzeptables Ergebnis erzielt werden, kündigte er den Kontrolleuren an, könnte es sein, dass er den Aufsichtsrat Anfang der Woche zu einer weiteren Sondersitzung einlade.

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