EU-Kommission VEBA und VIAG dürfen verschmelzen
Straßburg - Die Konzerne müssen ihre Beteiligungen an den deutschen Elektrizitätsunternehmen VEW, VEAG, Bewag und HEW abgeben. Außerdem soll die VEBA-Tochter PreussenElektra an der Grenze zu Dänemark weitere Durchleitungskapazitäten zur Verfügung stellen. Damit soll es Wettbewerbern erleichtert werden, Strom in das deutsche Netz einzuspeisen.
Knapp neun Monate nach dem Fusionsbeschluss sind VEBA und VIAG am Ziel angelangt. Mit dem Segen aus Brüssel kann das neue Unternehmen mit seinen Töchtern aus den Kernsparten Energie und Chemie als viertgrößter deutscher Industriekonzern mit zunächst rund 140 Milliarden Mark Umsatz und 200.000 Beschäftigten an den Start gehen.
Der Zusammenschluss von der VEBA und der VIAG zu e.on war seit Ende vergangenen Jahres in Brüssel streng untersucht worden. Die EU-Wettbewerbshüter machten zunächst schwere Bedenken wegen einer möglichen Marktbeherrschung in Deutschland geltend. E.on wird nach früheren Angaben der größte deutsche und drittgrößte europäische Stromversorger.