EU-Konjunktur Kommission will möglicherweise Wachstumsprognose senken
Luxemburg/Brüssel - Das EU-Statistikamt Eurostat meldete am Dienstag eine Wachstumsrate von nur noch 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum statt der zuvor veröffentlichten 0,4 Prozent aus. Im Vergleich zum ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 Prozent geschrumpft. Nach der ersten Schätzung waren die Statistiker von einem unveränderten BIP ausgegangen.
Die Kommission will nach Angaben aus EU-Kreisen ihre Wachstumsprognose für die Euro-Zone weiter absenken. In einem internen Vorbereitungspapier für das informelle Finanzministertreffen am Freitag und Samstag in Stresa gehe die Kommission nur noch von einem Wachstum von rund 0,5 Prozent in der Euro-Zone in diesem Jahr aus, hieß es in den Kreisen am Dienstag in Brüssel. Währungskommissar Pedro Solbes hatte im Juli noch ein Wachstum von rund 0,7 Prozent erwartet. Der Entwurf des Papiers solle in der Kommission am Mittwoch diskutiert werden, hieß es in den Kreisen weiter.
Skeptisch ist auch der Internationale Währungsfond (IWF). Man sehe weiter keine klaren Zeichen für eine starke Erholung, teilte der IWF in seinem am Dienstag veröffentlichten Halbjahresbericht zur Stabilität der Finanzmärkte mit. Die Zentralbanken der USA, Japans und der Eurozone sollten daher ihre geldpolitischen Zügel weiter gelockert lassen, so die Organisation.