EU-Osterweiterung Zwischen Bangen und Hoffen
Berlin - Die Europäische Union plant Großes. Bis zum Jahr 2010 will der wirtschaftliche Konkurrent Amerikas den "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt" bilden.
EU-Osterweiterung: Was sich ändert
So jedenfalls sieht es die Europäische Kommission, die von den Chancen, die sich aus der EU-Osterweiterung am 1. Mai ergeben, schwärmt. Brüssel glaubt, dass unter anderem mit dem Wegfall der Zollgrenzen mehr Bewegung in den Warenverkehr kommen wird.
Als Chance begreifen vor allem große Konzerne die Osterweiterung, die den neuen Markt längst erschlossen haben. Mittelständler folgen derzeit nur zögerlich. Aber es werden auch Ängste artikuliert. So fürchtet beispielsweise die Baubranche um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Firmen. Und 65 Prozent der Deutschen, so ergab kürzlich eine Umfrage des konservativen Instituts für Demoskopie Allensbach, sind überzeugt, dass die Osterweiterung mehr Risiken als Chancen birgt; nur 16 Prozent blicken der erweiterten EU optimistisch entgegen. Als Grund wird unter anderem der Verlust von Arbeitsplätzen genannt.