EU-Plan Mit aller Härte gegen Terror-Finanziers
London - Brown, der turnusgemäß der neue Vorsitzende der EU-Finanzminister ist, sagte heute in Brüssel, er werde die stärkere Kontrolle verdächtiger Finanzströme im Herbst auf die Tagesordnung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank setzen. "So wie es keinen Zufluchtsort für Terroristen geben wird, so wird es auch kein Versteck für die Finanziers von Terrorismus geben."
Großbritannien habe jüngst 45 Konten gesperrt, die mit Terrorfinanzierung in Verbindung gebracht würden, ergänzte Brown. Auch andere EU-Staaten und die USA hätten verdächtige Konten blockiert. Allerdings müssten auch andere Länder diesem Beispiel folgen. "Man ist nur so stark wie das schwächste Glied." Brown äußerte sich besorgt, dass die Finanzinstitute anderer Länder zur Geldwäsche genutzt würden.
Der Kampf gegen Geldwäsche ist bereits seit längerem ein Schwerpunkt der Anti-Terror-Strategie. Die EU hat dafür bereits interne Regeln etwa für Banken und Finanzdienstleister verschärft. EU-Währungskommissar Joaquin Almunia sagte, auch die Kommission werde morgen über weitere Möglichkeiten zur Terror-Bekämpfung beraten.