EU-Subventionsurteil: Onassis-Airline droht das Aus - DER SPIEGEL
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EU-Subventionsurteil Onassis-Airline droht das Aus

Die griechische Fluggesellschaft Olympic Airlines muss einen dreistelligen Millionenbetrag an unerlaubter staatlicher Beihilfe zurückzahlen. Das entschied die EU-Kommission in Brüssel. Nun droht der ohnehin angeschlagenen Airline das Aus.
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Brüssel - Olympic Airlines muss illegale Staatshilfen von mindestens 150 Millionen Euro zurückzahlen und gerät damit in neue Turbulenzen. Die EU-Kommission forderte heute in Brüssel die Athener Regierung zudem ultimativ auf, innerhalb von zwei Monaten einen Rückzahlungsplan vorzulegen. Die seit Jahren dauernde Krise des Traditions-Unternehmens erreicht damit einen neuen Höhepunkt.

Nach Ansicht der Kommission hat die Fluggesellschaft in den vergangenen Jahren insgesamt 540 Millionen Euro an unerlaubter staatlicher Beihilfe eingestrichen. Hinzu kommen weitere 160 Millionen Euro, zu deren Rückzahlung das Unternehmen von der EU bereits im Dezember 2002 verurteilt wurde.

Die griechische Regierung hatte bereits gestern erklärt, sie rechne mit einer Summe von ungefähr 500 Millionen Euro. Für die Airline ist die Entscheidung ein herber Rückschlag. Die Regierung in Athen befürchtet nun, dass sich eine Investorengruppe, die die Fluggesellschaft kaufen wollte, aufgrund des EU-Urteils zurückziehen wird. Olympic hatte am Dienstag aber angekündigt, den Flugbetrieb in jedem Fall vorerst aufrechtzuerhalten.

Die Airline war 1957 vom griechischen Reeder Aristoteles Onassis gegründet worden. Mitte der siebziger Jahre verkaufte Onassis das Unternehmen an den griechischen Staat. Den drohenden Niedergang der Gesellschaft versuchte die damalige sozialistische Regierung mit staatlichen Beihilfen zu verhindern. Die EU-Kommission leitete deshalb ein Prüfverfahren ein.