EU-Wachstumsprognose Europa steht weitgehend still
Brüssel - Wie aus einem der Deutschen Presseagentur vorliegenden Manuskript hervorgeht, rechnet Brüssel für das laufende Jahr für die Länder der Eurozone nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent. Derzeit geht die Behörde noch von 1,8 Prozent aus.
Für das kommende Jahr rechnet die Kommission statt wie bisher mit 2,6 Prozent jetzt nur noch mit 2,2 Prozent Wachstum. Für Deutschland reduzierte die Kommission die Wachstumsprognose für 2003 von 1,4 auf 0,4 Prozent. Im kommenden Jahr werde die deutsche Wirtschaft statt um 2,3 nur um zwei Prozent wachsen. Auch für das Nachbarland Frankreich ist die Kommission inzwischen pessimistischer gestimmt. 2003 wird die französische Wirtschaft der Einschätzung zufolge um 1,1 Prozent und 2004 um 2,1 Prozent wachsen. Bisher waren die Experten von zwei und 2,7 Prozent ausgegangen.
Ihre Inflationsprognose für 2003 von zwei Prozent hat die Kommission nicht verändert. Die Schätzung für 2004 wurde hingegen leicht von 1,8 auf 1,7 Prozent zurückgenommen. Die EU rechnet damit, dass im kommenden Jahr Italien als viertes Land seine Verschuldung über die Defizitgrenze von drei Prozent hinaus erhöhen wird. Bei Portugal sei damit sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr zu rechnen.