Euro-Abzocke: Einzelhandel stänkert zurück - DER SPIEGEL
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Euro-Abzocke Einzelhandel stänkert zurück

Der Streit über Preissteigerungen nach der Euro-Einführung spitzt sich zu. Bundesfinanzminister Hans Eichel ruft zum Boykott auf, die Einzelhändler werfen ihm Stammtischpolitik vor.
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Berlin - "Boykottaufrufe sind Politik auf Stammtischniveau und gefährden die Konjunktur", sagte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Holger Wenzel, der "Bild"-Zeitung. Ein Drittel der Preissteigerungen seien steuerbedingt und damit von der Bundesregierung zu verantworten. Die Zeitung schreibt am Mittwoch, ohne Quellen zu nennen, Branchenriesen wie Aldi, C&A, Metro und Ikea wollten in Kürze bei der Bundesregierung eine schriftliche Erklärung abgegeben, in der sie versichern, die Euro-Einführung nicht für Preissteigerungen genutzt zu haben.

Eichel (SPD) hatte am Dienstag die Verbraucher aufgefordert, Geschäfte zu boykottieren, die die Euro-Einführung zu Preiserhöhungen genutzt haben: "Wo ich mich abgezockt fühle, da gehe ich nicht mehr hin."