Euro-Blüten Echtheitstest per "Filzschreiber"
Berlin/Frankfurt - Einige Firmen haben eigens Falschgeldtestgeräte entwickelt, damit Verbraucher echte Scheine von gefälschten unterscheiden können. Die Stiftung Warentest hat einige Geräte ausprobiert und in der November-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest" darüber berichtet.
Binnen Sekunden solle etwa ein Testgerät, das aussieht wie ein Filzstift, Falschgeld entlarven. "Man muss nur einen Strich auf die unbedruckte Stelle eines Geldscheins ziehen." Die Verbraucherschützer haben es versucht, Ergebnis: "Der einfache Strich wurde zunächst hellgelb und verschwand kurz darauf wieder. Ein gutes Zeichen, denn auf Falschgeld soll der Strich dauerhaft schwarz erscheinen."
Nur der Umkehrschluss, dass es sich bei gelben Verfärbungen immer um Echtgeld handele, funktioniere leider nicht. So habe sich Papier der August-Ausgabe der Zeitschrift "Test" gelb gefärbt und wäre somit ein echter Geldschein. "Das Papier von "Finanztest" weist der Stift dagegen als Falschgeld aus", so die Stiftung Warentest.
Mit einem anderen Gerät, einer Lupe mit 20-facher Vergrößerung, lasse sich untersuchen, ob ein Geldschein eine Mikroschrift besitzt. Mit dem bloßen Auge ist dieses Sicherheitsmerkmal nicht sichtbar. Die Stiftung Warentest zitiert dazu Jürgen Bartholomäus von der Falschgeldstelle der Deutschen Bundesbank: "Wir gehen davon aus, dass sich das Gros der Fälschungen mit der Lupe identifizieren lässt."
Die Verbraucherschützer raten den Bürgern, sich die Echtheitsmerkmale der neuen Währung einzuprägen, und weisen auch auf eine Broschüre der Deutschen Bundesbank hin, die im November per Postwurfsendung an alle Haushalte verteilt wird.