Euro-Dollar Bald steht es 1:1
In der Spitze war der Euro bis auf 0,9991 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs bei 0,9975 (Donnerstag: 0,9824) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 1,0025 (1,0179) Euro. Nach etwas besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturzahlen fiel der Euro jedoch bis 17.15 Uhr auf 0,9846 Dollar zurück.
Die Bilanzierungspraktiken in den USA und die Überwachung der Finanzmärkte hätten viele für die zuverlässigsten der Welt gehalten. "Tatsächlich ist das Bilanzrecht und die Überwachung in den USA wie ein Schweizer Käse - nämlich voller Löcher", sagte der Experte. "Es gibt in den USA sehr viel kreative Buchführung." Auch die Aussagekraft der jüngst veröffentlichten positiven Konjunkturzahlen sei in Zweifel zu ziehen.
Die stärker als erwartet gesunkenen Inflationsrate in der Eurozone im Juni habe den Euro zusätzlich gestützt, sagte Hellmeyer. Die Inflationsrate war von zwei Prozent im Mai auf 1,7 Prozent im Juni gesunken. Eine baldige Leitzinserhöhung durch die EZB sei damit unwahrscheinlicher geworden.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6498 (0,6460) Pfund, 118,20 (118,07) Yen und 1,4721 (1,4722) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 318,50 (320.25) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 10.345 (Vortag: 10.440) Euro.