Euro: Dollar-Parität in Sichtweite? - DER SPIEGEL
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Euro Dollar-Parität in Sichtweite?

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer Sitzung die Leitzinsen erwartungsgemäß nicht verändert. Der Devisenmarkt reagierte auf die Entscheidung kaum. Analysten rechnen aber damit, dass der Euro wieder auf ein Niveau von mehr als einen Dollar steigt.
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Schon in den kommenden zwei Wochen könne der Euro die Parität zum Dollar erreichen, sagte ein Währungsexperte vom Bankhauses Trinkaus Burckhard. Der Euro habe seinen Tiefpunkt erreicht. Die Devisenhändler warteten derzeit auf positive Konjunkturmeldungen aus der Euro-Zone und auf Signale der abschwächenden Wirtschaft in den Vereinigten Staaten, um in den Euro einzusteigen. Insbesondere die für Freitag anstehende Veröffentlichung der amerikanischen Arbeitsmarktdaten würde die Aufmerksamkeit der Händler auf sich ziehen, ergänzte der Analyst.

Am Markt sei erwartet worden, dass die Zinsen nicht erhöht würden, sagte der Analyst. Es gab allerdings auch Stimmen, die mit einer Erhöhung bis zu 50 Basispunkten rechneten. Gegen 15 Uhr notierte die europäische Valuta mit 0,9726 Dollar um 0,03 Prozent fester.

Weder die Europäische Zentralbank noch eine der Nationalen Zentralbanken im Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) hat am Montag am Devisenmarkt interveniert, als der Euro auf ein neues Rekordtief von bis unter 0,94 Dollar gefallen war. Das sagte EZB-Präsident Wim Duisenberg. Wenn behauptet werde, dass die Deutsche Bundesbank kursstützende Euro-Interventionen vorgenommen haben soll, so könne er das hier und jetzt dementieren, so Duisenberg.