Euro-Einführung Polizei schaufelt Münzen
Berlin - Die Einführung des Euro ist ein kritisches Unterfangen: Große Geldmengen müssen transportiert werden, die Stimmung in der Bevölkerung könnte bei Problemen schnell kippen. Mit einem Krisenplan will das Bundesinnenministerium möglichen Horrorszenarien vorbeugen. Durch den "Einsatz aller verfügbaren Polizeikräfte des Bundes und der Länder" solle die öffentliche Sicherheit bei der Euro-Bargeldeinführung zum Jahreswechsel 2001/2002 gewährleistet werden, teilte das Ministerium am Mittwoch in Berlin mit.
Seit kurzem liege ein im Auftrag der Innenministerkonferenz erstellter Entwurf eines Sicherheitskonzepts vor, mit dessen Hilfe Bankmitarbeiter, Werttransporteure, Händler und die Bevölkerung vor möglichen Gefahren bei der Umstellung geschützt werden sollen. In dem polizeilichen Konzept, das noch in diesem Monat von der Innenministerkonferenz verabschiedet werden soll, geht es dem Ministerium zufolge vor allem um konkrete polizeiliche Maßnahmen zum Raum-, Personen- und Objektschutz sowie den Schutz der Geldtransporte.
Von September 2001 bis Ende Februar 2002 werden nach Auskunft der Deutschen Bundesbank D-Mark-Noten im Wert von 280 Milliarden Mark und Münzen im Wert von 9,5 Milliarden Mark zurückfließen. Gleichzeitig würden Euro-Noten und Münzen im Wert von insgesamt 155 Milliarden Euro in Umlauf gebracht.