Euro-Einführung: Verbraucher immer skeptischer - DER SPIEGEL
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Euro-Einführung Verbraucher immer skeptischer

Gut drei Monate vor der Einführung des Euro-Bargeldes fürchten mehr Verbraucher denn je, bei der Währungsumstellung übers Ohr gehauen zu werden. Die größten Pessimisten sind die Deutschen.
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Brüssel - In einer Umfrage im Auftrag der EU-Kommission gaben 73 Prozent der Bürger in den zwölf Ländern der Euro-Zone an, sie erwarteten nach dem Jahreswechsel Missbrauch und Betrügereien bei den Preisen. "Die Zahl der Leute, die höhere Preise fürchten, steigt weiter an", sagte ein Kommissionssprecher am Montag in Brüssel.

Kritisch sehen viele auch die Auswirkungen des neuen Geldes auf ihren persönlichen Lebensbereich. 48 Prozent der Befragten erwarten viele Schwierigkeiten wegen der Umstellung auf den Euro, 50 Prozent rechnen nicht damit. Die befragten Deutschen sind bei den persönlichen Aussichten zwar optimistischer, setzten aber relativ geringe Hoffnungen in positive Auswirkungen des Euro auf das wirtschaftliche Wachstum und die Preisstabilität.

56 Prozent der Bürger in den zwölf Euro-Ländern glauben, dass der Euro das Wirtschaftswachstum beflügeln wird. Nur 49 Prozent der Deutschen sind dieser Meinung. Einen Beitrag zur Preisstabilität erwarten 57 Prozent aller Befragten, aber nur die Hälfte der

Deutschen. 71 Prozent der befragten Bundesbürger sorgen sich zudem, dass der Wert des Euro neben dem Dollar nicht bestehen kann - auch dies ist die negativste Sicht aller befragten Nationen.

Gleichzeitig erwiesen sich die Befragten in der Bundesrepublik als vergleichsweise schlecht informiert über die neue Währung. Nur 36 Prozent aller Deutschen wussten laut Umfrage auf den Cent genau zu sagen, was ihre Mark in Euro wert ist. Der Durchschnitt lag bei 59 Prozent. Immerhin wussten 87 Prozent der Befragten in Deutschland richtig zu sagen, dass die Umstellung auf das neue Bargeld am 1. Januar 2002 kommt (Durchschnitt: 78 Prozent).