Euro: Münzproduktion rechtswidrig? - DER SPIEGEL
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Euro Münzproduktion rechtswidrig?

Die Bundesschuldenverwaltung (BSV) hat bei der Auftragsvergabe zur Prägung von Euro-Münzen offenbar einen schwerwiegenden Fehler gemacht. Ein Rechtsstreit verzögert die Produktion und bringt die rechtzeitige Auslieferung in Gefahr.
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Hamburg - Zwei Drittel der im vergangenen Dezember ausgeschriebenen Prägung von knapp 613 Millionen Rohlingen müssen nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf neu vergeben werden, berichtet die "Financial Times Deutschland". Nach Angaben der betroffenen Unternehmen verzögert sich die Prägung der Rohlinge dadurch um rund sechs Monate. Das werde die BSV vor der Einführung des Euro-Geldes im Jahr 2002 unter großen Zeitdruck setzen.

Die BSV hatte den Angaben zufolge den Prägeauftrag nicht, wie vorgeschrieben, an verschiedene Unternehmen, sondern an drei Tochterunternehmen der Deutschen Nickel-Werke in Schwerte vergeben. Dagegen habe ein britischer Wettbewerber geklagt und Recht bekommen.

Weil die Beschwerde aufschiebende Wirkung hatte, kann die Produktion der deutschen Euro-Münzen nun erst mit Verzögerung anlaufen. Die BSV verweigerte bislang eine Stellungnahme.