Euro-Schwäche: EU rechnet sich schön - DER SPIEGEL
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Euro-Schwäche EU rechnet sich schön

Dank des schwachen Euros muss die EU weniger Subventionen zahlen. Haushaltskommissarin Michaele Schreyer rechnet auch für 2001 mit einer weicheren Gemeinschaftswährung.
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Brüssel - Die Europäische Union hat in diesem Jahr 1,7 Milliarden Mark weniger ausgegeben als erwartet. EU-Haushaltskommissarin Michaele Schreyer sagte, damit verringerten sich die Beiträge der Mitgliedstaaten für den Haushalt des kommenden Jahres um die gleiche Summe. Schreyer rechnet auch damit, dass die Agrarausgaben 2001 um 1,8 Milliarden Euro niedriger ausfallen werden, als noch im Mai angenommen.

Bei ihren Berechnungen setzt die Kommissarin auf das Wechselkursverhältnis des Euro zum Dollar. Bisher hatte die Schätzung bei 0,99 Dollar gelegen, nun wird der Eurokurs mit 0,91 Dollar angesetzt. Wegen des niedrigen Euro-Kurses fallen vor allem die Exporterstattungen der Gemeinschaft an die Bauern geringer aus. Dies sei jetzt schon mit einiger Sicherheit vorherzusagen, so Schreyer.

Den neuen finanziellen Spielraum im Agrarbudget für 2001 will Schreyer dazu nutzen, die Ausgaben für außenpolitische Hilfsprogramme anzuheben, etwa für den Balkan und den Mittelmeerraum.