Euro-Stoxx Metro fliegen aus dem Index
Zürich - Die Züricher Trägergesellschaft Stoxx gab am Dienstagabend insgesamt fünf Auswechslungen in ihren beiden Kursbarometern Euro Stoxx 50 und Stoxx 50 bekannt. Demnach steigt neben Metro auch der belgische Versorger Electrabel aus der Liga der 50 größten Firmen in der Euro-Zone ab. Ersetzt werden die beiden Titel durch die Aktien der italienischen Bank San Paolo und des französische Lebensmittelkonzerns Danone.
Im Stoxx 50 für Unternehmen aus der Europäischen Union stehen drei Auswechslungen an. Der italienische Versorger Enel, die niederländische Telefongesellschaft KPN und der Konsumgüterriese Unilever werden aus dem Index herausgenommen. Nachfolger sind der Pharmakonzern AstraZeneca, die französische Bank BNP Paribas und der britischen Versicherer CGNU. Aus deutscher Sicht ist zudem Pro Sieben betroffen, die in den Index für Nebenwerte ("Mid-Caps") aufsteigt.
Aktiengesellschaften profitieren zumeist von der Mitgliedschaft in einem Kursindex, da sie dann international stärker beachtet werden und zudem auf dem Einkaufszettel von Fondsgesellschaften stehen. Maßgeblich für die Mitgliedschaft in einem der beiden Stoxx-Indizes ist die Marktkapitalisierung, also der Börsenwert der Firmen. Stoxx hat festgelegt, dass die Firmen, die gemäß ihrem Börsenwert zu den 40 größten zählen, automatisch in das jeweilige Kursbarometer aufgenommen werden müssen. Umgekehrt fallen alle Gesellschaften heraus, die unter Rang 60 stehen.
Die Metro AG belegte auf der maßgeblichen Stoxx-Rangliste mit einer Marktkapitalisierung von knapp 5,3 Milliarden Euro nur noch den 68. Rang. Der Frankfurter Aktienmarkt hatte den Abstieg des Konsumwertes aus dem Euro Stoxx 50 bereits geahnt. Die Aktie schloss am Dienstag mit einem Kursverlust von mehr als 3,5 Prozent auf 43,65 Euro.
Veränderungen gibt es auch "innerhalb" der Indizes, da Stoxx zur Berechnung des Börsenwerts einer Firma erstmals nicht mehr alle Aktien einer Gesellschaft, sondern nur noch die im Streubesitz befindlichen - also frei handelbaren - Papiere zu Grunde legt.
Dadurch verlieren zum einen Unternehmen mit einem hohen Festbesitz wie etwa die Deutsche Telekom optisch an Gewicht. Zum anderen verschiebt sich zu Gunsten der Firmen mit einem hohen Streubesitz die Gewichtung beziehungsweise die Rangfolge der Aktien in einem Index.