Euro: Verschnaufpause auf dem Weg nach oben - DER SPIEGEL
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Euro Verschnaufpause auf dem Weg nach oben

Der Euro konnte den Widerstand der 90-Cents-Marke zunächst nur kurz durchbrechen. Doch die Trendwende ist endgültig vollzogen, sagen Volkswirte.
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Frankfurt am Main - Der Euro notierte am Morgen kurzzeitig über der psychologisch wichtigen Marke von 0,90 US-Dollar, dann sank er wieder. Zuletzt notierte er bei 0,895 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8966 US-Dollar (Freitag: 0,8984 Dollar) fest.

Trotz des leichten Falls betrachten Experten den Euro als rehabilitiert. Falls die Währung die Widerstandszone von 0,9022/40 US-Dollar überschreite, dann sei eine weitere Aufwärtsbewegung wahrscheinlich, sagt Frank Schröder vom Bankhaus HSBC Trinkaus und Burkhardt. Lothar Klausing von der Dresdner Bank schreibt in einem Gastbeitrag auf der Website der "Financial Times Deutschland" (FTD), dass "die Trendwende endgültig vollzogen sei".

Etwas vorsichtiger ist der Chef-Volkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter. Der jüngste Anstieg sei vielleicht noch nicht die endgültige Wende, schreibt er auf der "FTD"-Website, aber die Parität zum Dollar werde 2001 wohl erreicht.

Noch im September stand der Euro bei 0,8228 Dollar. Bereits für Mitte 2001 erwarten die großen deutschen Banken einen Wechselkurs von 1:1. Am Ende des Jahres soll der Euro den Prognosen zufolge sogar stärker als der Dollar sein. Das liege vor allem an der Schwächung der US-Konjunktur, sagen die Volkswirte.

Unterstützung finde die Gemeinschaftswährung zusätzlich von den schwachen Vorgaben der Aktienmärkte, sagt Frank Schröder. Auch dürfte die US-Notenbank früher und aggressiver die Zinsen senken als die EZB.