Euro-Zone: Arbeitslosenquote steigt auf Zehnjahreshoch - DER SPIEGEL
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Euro-Zone Arbeitslosenquote steigt auf Zehnjahreshoch

Die Weltwirtschaftskrise trifft den europäischen Jobmarkt mit voller Wucht: In den 16 Ländern, die den Euro als Währung benutzen, waren im April 14,58 Millionen Menschen arbeitslos - mehr als neun Prozent. In Deutschland ist die Erwerbslosenquote auf knapp acht Prozent gestiegen.
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Luxemburg/Brüssel - Die Arbeitslosigkeit in Europa ist im April weiter gestiegen. In den 16 Ländern der Euro-Zone schnellte die Quote der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte nach oben. Sie liegt jetzt bei 9,2 Prozent - dem höchsten Stand seit September 1999. Das berichtete die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Brüssel.

Jobsuchende in Wuppertal: Schlechte Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

Jobsuchende in Wuppertal: Schlechte Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

Foto: Getty Images

Auch die Arbeitslosigkeit in der gesamten EU mit 27 Staaten hat im April einen neuen Höhepunkt erreicht: Hier kletterte die Quote um 0,2 Punkte auf 8,6 Prozent - dem höchsten Wert seit Januar 2006. In der Gesamt-EU waren im April 22,8 Millionen Menschen arbeitslos. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote in der Gesamt-EU noch 6,8 Prozent, in der Euro-Zone 7,3 Prozent.

Deutschland hält sich zwar mit einer Quote von 7,7 Prozent weiter unter dem europaweiten Durchschnittswert, verzeichnete aber im April im Vergleich zum Vormonat ebenfalls einen Anstieg um 0,1 Punkte. Verglichen mit dem Vorjahr stieg der Wert um 0,3 Punkte. Wegen der schärfsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gehen Experten davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bis 2010 weiter steigen wird.

Die Kurzarbeit hat bisher Schlimmeres verhindert. Die Bundesagentur für Arbeit hält es allerdings für unwahrscheinlich, dass die Zahl noch in diesem Jahr die Vier-Millionen-Grenze überschreitet. Im Mai waren 3,46 Millionen Menschen erwerbslos.

Die niedrigsten Quoten verzeichneten die Niederlande (drei Prozent) und Österreich (4,2 Prozent). Spanien (18,1 Prozent) und Lettland (17,4 Prozent) blicken europaweit auf die meisten Arbeitslosen.

Die von Eurostat ermittelten Werte können wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden von jenen Zahlen abweichen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten veröffentlicht werden. Die Angaben zu den verschiedenen Ländern sind nach Ansicht von Fachleuten aber untereinander vergleichbar.

ssu/Reuters