Europabörse iX Die Verteidigungsfront formiert sich
Frankfurt am Main - Bei dem Frankfurter Treffen solle das weitere Vorgehen der Börsen mit Blick auf ihren geplanten Zusammenschluss zum gemeinsamen europäischen Wertpapiermarkt iX beraten werden, verlautete aus Frankfurter Finanzkreisen.
Dabei könnten auch Abwehrmaßnahmen wie etwa ein Gegenangebot gegen das unerwünschte Übernahmeangebot der Stockholmer OM Gruppen für die Londoner Börse diskutiert werden. Ein Sprecher der Deutschen Börse bestätigte ein Treffen nicht.
Weitere Einzelheiten und Inhalte zu den angeblichen iX-Gesprächen am Freitag in Frankfurt wurden zunächst nicht bekannt. Die LSE hat 14 Tage Zeit, auf die am Dienstag von dem Stockholmer Börsenbetreiber vorgelegte Offerte zu antworten. OM Gruppen bleiben derweil noch 28 Tage, um sich mit dem Angebot direkt an die LSE-Eigentümer zu wenden, womit ein feindliches Übernahmeangebot vorlegen würde.
OM-Chef Olof Stenhammer lehnte unterdessen in einem Zeitungsinterview die vom Aufsichtsratchef der Deutschen Börse, Rolf Breuer, angesprochene Möglichkeit einer iX-Teilnahme der Stockholmer erneut ab. Vielmehr werde sich OM beeilen, den LSE-Aktionären ein formelles Angebot zu unterbreiten, sagte er er dem Blatt "Dagens Industri". Er glaube, dass die LSE-Anteilseigner einige Monate über die Offerte nachdenken würden, und dass die Fusion dann gegen Jahresende in Gang gesetzt werden könne.
Angesprochen darauf, dass die iX-Fusionspartner ein Gegenangebot präsentieren könnten, sagte Stenhammer: "Das ist schön für sie".