Importe und Exporte Außenhandel der Eurozone zieht stark an
Container im Hamburger Hafen (Archivfoto)
Foto: FABIAN BIMMER/ REUTERSDer Außenhandel des Euroraums hat im Mai deutlich zugelegt. Die Exporte in den Rest der Welt seien im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat kräftig um 12,9 Prozent auf 189,6 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat mit.
Die Importe in der Eurozone stiegen jedoch noch stärker: um 16,4 Prozent auf 168,1 Milliarden Euro. Deshalb ist der Überschuss in der Euro-Handelsbilanz gesunken. Die Differenz zwischen Exporten und Importen hat laut Eurostat im Mai unbereinigt bei 21,4 Milliarden Euro gelegen. Das sind zwei Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor. Saisonbereinigt lag der Handelsbilanzüberschuss im Mai bei 19,7 Milliarden Euro.
EU-weit legte vor allem der Handel mit Russland zu. Trotz der Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts kletterten seit Jahresanfang die Exporte dorthin um 24,6 Prozent. Die Importe aus Russland in die EUstiegen sogar um 37,6 Prozent.
Sehr rege entwickelte sich auch der Austausch zwischen den Euroländern. Das Handelsvolumen legte um 15,3 Prozent auf 162,4 Milliarden Euro zu.
Auch in der Zeit von Januar bis Mai legten die Exporte und die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, während der Überschuss zurückging. Außerdem stieg der Handel zwischen den Euro-Ländern. Allerdings sind diese Entwicklungen in der längerfristigen Abgrenzung etwas weniger ausgeprägt als bei isolierter Betrachtung des Monats Mai.
Die Exporte Großbritanniens in Staaten außerhalb der EU sind im Mai hingegen erneut eingebrochen. Gegenüber April gab es laut Eurostat einen Rückgang um 5,4 Prozent.