Ex-EADS-Chef Forgeard Sechs Millionen Euro zum Abschied
Paris - Die Höhe der Zahlung an Forgeard geht aus einem Interview hervor, das der mit den Abfindungs-Verhandlungen betraute Chef der französischen Werbeagentur Publicis, Maurice Lévy, dem Radiosender France Info gab. Forgeard hatte Anfang des Monats seinen Rücktritt bei EADS erklärt.
Nach Lévys Worten sah Forgeards Vertrag bei einem Ausscheiden die Zahlung von zwei Jahresgehältern vor. Bei Beachten einer Klausel, die ihm ein Arbeiten für die Konkurrenz verbietet, gibt es einen Aufschlag von 50 Prozent, also ein weiteres Jahresgehalt. Vergangenes Jahr hatte Forgeard dem EADS-Jahresbericht zufolge ein Brutto-Salär von 2,33 Millionen Euro kassiert, das jeweils etwa zur Hälfte aus einem Festgahalt sowie Bonuszahlungen bestand. Offiziell bekannt gegeben werden soll die Abfindung nach Angaben von EADS-Finanzchef Klaus-Peter Ring im nächsten Jahr bei der Vorlage des EADS-Jahresberichtes 2006.
Forgeard hatte bei EADS wegen Problemen in der Firmenführung und Verzögerungen bei wichtigen Airbus-Vorhaben unter Druck gestanden. Im März hatte Forgeard beim Verkauf von EADS-Aktienoptionen 2,5 Millionen Euro Gewinn gemacht. Gut drei Monate später hatte die Bekanntgabe der Verzögerungen beim Riesen-Airbus A380 der EADS-Aktie einen Kurssturz um mehr als ein Viertel innerhalb eines Tages beschert. Bis Mitte vergangenen Jahres war Forgeard noch Chef der EADS-Tochter Airbus.
tim/AFP