Dasa Existentielle Krise
Die Daimler-Benz Aerospace (Dasa) drückt auf Kosten der Allgemeinheit ihre Verluste. Unter dem Vorwand, dem Unternehmen drohe das Aus, lassen die Dasa-Manager die Arbeitslosenkasse zahlen. In den vergangenen Jahren mußte der Luft- und Raumfahrtkonzern rund 26 000 Arbeitsplätze streichen. Einen Teil davon bauten die Manager ab, indem sie ältere Mitarbeiter vorzeitig in den Ruhestand schickten. Die meisten von ihnen beantragten Arbeitslosenunterstützung für die Zeit bis zum Bezug der normalen Rente. Dieses Geld müssen die Firmen der Arbeitslosenversicherung zurückerstatten. Ausnahmen gelten, wenn der »Fortbestand des Unternehmens« oder »die verbleibenden Arbeitsplätze gefährdet« sind. Beides trifft auf die Dasa nicht zu, da sie von der Mutter Daimler-Benz alimentiert wird. Trotzdem stimmte das Arbeitsamt München dem Schuldenerlaß zu. In ihrem Antrag berief sich die Dasa auf ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Darin wird der Dasa bescheinigt, daß sie sich in einer existenzbedrohenden Krise befinde und deshalb das Arbeitslosengeld nicht zurückzahlen könne.