Expansion BayernLB will IKB kaufen
Frankfurt am Main - Der Mittelstand soll künftig eine größere Rolle spielen bei der BayernLB. Das Institut habe deshalb vor ein paar Wochen ein unverbindliches Angebot für die IKB abgegeben, sagte ein Sprecher am heutigen Montag und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das Gebot beziehe sich nur auf die sogenannte "good bank", in der die staatliche KfW das gesunde Mittelstandsgeschäft der IKB zusammenfassen will.
Das Kerngeschäft der IKB könne eine sinnvolle Ergänzung für die BayernLB sein, sagte der Sprecher. Derzeit schaue sich die Landesbank die Bücher des Düsseldorfer Geldhauses an. Ob es letztlich zu einem definitiven Gebot kommen werde, stehe noch nicht fest.
Zum weiteren Zeitplan und zur Höhe eines möglichen Kaufpreises wollte der Sprecher keine Angaben machen. Die KfW will den gesunden Teil der IKB so schnell wie möglich verkaufen und hatte bis Ende Februar unverbindliche Gebote eingeholt. Der angestrebte Verkaufserlös von rund 800 Millionen Euro gilt unter Beobachtern aber als ambitioniert.
Die IKB hatte sich mit riskanten Wertpapieren verspekuliert und musste mit mehreren Milliarden von ihrer Hauptaktionärin KfW, dem Bund und anderen Banken gestützt werden. Derzeit läuft ein Verkaufsverfahren für das Mittelstandsgeschäft der IKB. Parallel dazu versucht sich das Institut, von seinem risikobehafteten Wertpapierportfolio zu trennen. Dieser Prozess liegt derzeit aber auf Eis, weil die abgegebenen Offerten nach Ansicht der Bank deutlich zu niedrig waren.
mik/Reuters/dpa-AFX