Experten-Prognose "Ölpreis steigt bis auf 95 Dollar"
Berlin - Ausgerechnet im Winter soll das Heizöl teurer werden - auf jeden Fall, wenn man den Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs glaubt. Denn die halten laut "Tagesspiegel" einen Rohölpreis von 90 bis 95 US-Dollar je Barrel (159 Liter) für möglich. Das wäre ein Plus von rund 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand. Voraussetzung wäre aber zum einen, dass der Winter normal - also nicht so mild wie der vergangene - ausfallen wird, und zum anderen, dass die großen Ölförderländer ihre Produktion nicht erhöhen.
Im Gespräch mit dem "Tagesspiegel" sagten die Goldman-Sachs-Experten, sie rechneten in jedem Fall damit, dass sich der Ölpreis auf absehbare Zeit über der Marke von 70 Dollar halten wird. Die jüngsten Preisrückgänge seien nur dadurch verursacht worden, dass sich Fonds wegen der US-Hypothekenkrise vom Ölmarkt zurückzogen. Die Kosten in der Ölindustrie stiegen nach wie vor stark. "Der Ölmarkt weist außerdem ein Defizit auf, so dass die Lagerbestände weltweit zurückgehen", heißt es laut Zeitung bei Goldman Sachs. All das deute darauf hin, dass wir weit entfernt sind von einem Umfeld für dauerhafte Preise von unter 70 Dollar.
sam/dpa