Exportboom: Autobranche meldet Absatzrekorde - DER SPIEGEL
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Exportboom Autobranche meldet Absatzrekorde

Die Benzinpreise steigen und steigen, doch die deutschen Autobauer melden Absatzrekorde. Autofahrer hält die weltweite Energiekrise eben nicht vom Kaufen ab - sie lässt sie nur andere Wagen bevorzugen.
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München - Vor allem der Export der deutschen Autobauer boomt: Noch nie wurden in einem September so viele deutsche Autos ins Ausland verkauft wie dieses Jahr, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Mit 371.000 exportierter Neuwagen sei das Vorjahresergebnis um 15 Prozent übertroffen worden.

"Insbesondere mit ihrem breiten Angebot an Kraftstoff sparenden Diesel-Pkw haben die deutschen Hersteller deutliche Marktanteilsgewinne in vielen Ländern erzielt", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. In Westeuropa hätten die deutschen Hersteller bei Diesel-Pkw inzwischen einen Marktanteil von knapp 47 Prozent. Im Inland stiegen die Pkw-Neuzulassungen den Angaben zufolge um 3,5 Prozent, die deutschen Hersteller hätten dabei ihren Marktanteil auf 72,4 Prozent ausgebaut.

So meldeten auch die Mercedes Car Group und vor allem BMW heute deutliche Zuwächse. Der Münchner Autobauer steigerte im September mit seinen drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce den Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent auf 131.705 Fahrzeuge. Bei der Stammmarke BMW boomte die Nachfrage mit einem Plus von 13,5 Prozent besonders.

DaimlerChrysler verkaufte seinerseits 4,9 Prozent mehr Wagen der Marken Mercedes-Benz und Smart. Mercedes-Benz allein erhöhte die weltweiten Auslieferungen im September um acht Prozent auf 106.500 Autos. Nach drei Quartalen liegen die Verkäufe der Stuttgarter Mercedes-Gruppe insgesamt mit 878.600 Fahrzeugen über Vorjahresniveau. Der BMW-Konzern brachte dagegen bereits 988.463 Neuwagen an den Kunden - 11,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.