Exportboom: Wirtschaftsforscher korrigieren Prognosen nach oben - DER SPIEGEL
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Exportboom Wirtschaftsforscher korrigieren Prognosen nach oben

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist offensichtlich viel schlechter als ihr tatsächlicher Zustand. Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen nahezu übereinstimmend davon aus, dass sie ihre Wachstumsprognosen wegen des Exportbooms nach oben korrigieren müssen.
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Düsseldorf - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel und das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen rechnen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,5 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr, wie aus einer Umfrage des "Handelsblatts" hervorgeht. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent gewachsen.

"Sollte diese Rate tatsächlich erreicht werden, passt unsere Prognose von 1,8 Prozent Wachstum in diesem Jahr nicht mehr so recht ins Bild", sagte IfW- Konjunkturexperte Carsten-Patrick Meier der Zeitung. Dann müsse über eine Anhebung der Schätzung in Richtung zwei Prozent nachgedacht werden. Bisher hat einzig das RWI mit 2,1 Prozent eine Schätzung in dieser Höhe abgegeben.

Etwas pessimistischer äußerte sich dem "Handelsblatt" zufolge Jörg Hinze, Konjunkturfachmann vom Hamburgischen Weltwirtschaftsarchiv (HWWA). Er halte den Exportboom für "überzeichnet" und rechnet im zweiten Quartal mit 0,3 bis 0,4 Prozent Wachstum. Beim Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) werde mit 0,4 Prozent gerechnet.