Exporte Anschläge kosten Iraks Ölbranche 11 Milliarden Dollar
Bagdad - Der Milliardenschaden setze sich aus entgangenen Exporterlösen und Schäden an der Infrastruktur zusammen, sagte Assem Jihad, Sprecher des irakischen Ölministeriums. In den vergangenen zwei Jahren seit Aufnahme der Ölexporte nach der US-Invasion hätten sich die Kosten des Terrors für die Branche auf 11,35 Milliarden Dollar summiert. Im Zeitraum Juni 2003 bis 31. Mai 2005 habe es 300 Sabotageakte gegen Förder- und Transporteinrichtungen gegeben. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres seien 70 Sabotageaktionen registriert worden.
Nach Angaben von Sprecher Jihad fanden die meisten Anschläge im Nordirak statt. In der Folge seien täglich 400.000 Barrel Öl weniger in den türkischen Hafen Ceyhan geliefert worden als geplant. Vor dem Einmarsch der US-Truppen seien pro Tag 800.000 Barrel aus den Feldern um Kirkuk exportiert worden. In den vergangenen sechs Wochen hat der Irak die Ölförderung in der Region sporadisch wieder aufgenommen.