Exporteinbruch: Schwächelndes Weihnachtsgeschäft trifft China - DER SPIEGEL
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Exporteinbruch Schwächelndes Weihnachtsgeschäft trifft China

China fürchtet um das wichtige Weihnachtsgeschäft. Die Exporte aus der Volksrepublik sind im Vergleich zum Vorjahr drastisch eingebrochen. Die Führung in Peking will weitere Programme auflegen, um die Wirtschaft zu stützen.
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Peking - China hat im für das Land wichtigen Weihnachtsgeschäft mit den westlichen Industriestaaten einen kräftigen Rückschlag erlebt. Von Juli bis Oktober, der wichtigsten Ausfuhrperiode für Weihnachtsartikel und -geschenke, exportierte das Land derartige Produkte im Wert von 1,3 Milliarden Dollar, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Damit wuchsen die Exporte nur noch um 3,6 Prozent.

Zum Vergleich: 2007 hatten die Ausfuhren noch über 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Unklar blieb, ob etwa Elektronikprodukte als potentielle Weihnachtsgeschenke in diesen Zahlen enthalten sind. Größte Abnehmer der weihnachtlichen Exporte waren den Angaben zufolge die USA und die Europäische Union. Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise stecken viele westliche Länder in der Rezession.

Für China wächst die Weltwirtschaftskrise damit zur innenpolitischen Belastung. Die Volksrepublik ist auf hohe Wachstumsraten angewiesen, um der heimischen Bevölkerung ausreichend Jobs zu bieten. Bricht das Wachstum ein, fürchtet die Führung in Peking soziale Unruhen.

Peking will nun mit weiteren Programmen für Wirtschaftswachstum und Stabilität im Land sorgen. "Wir müssen ernsthaft verschiedene Maßnahmen verabschieden, um die Nachfrage zu steigern und wirtschaftliches Wachstum fördern", sagte Staatschef Hu Jintao am Donnerstag.

Der Staatschef, der bei einer Feier anlässlich von 30 Jahren Reformpolitik in China sprach, kündigte an, eine gleichberechtigte "harmonische Gesellschaft" schaffen zu wollen. "Wir müssen uns auf die Vorzüge der politischen Kultur der Menschheit stützen, aber wir werden niemals das politische System des Westens kopieren", sagte Hu.

Experten trauen China trotz des massiven Konjunkturprogramms nicht zu, den globalen Wirtschaftsabschwung abzufedern. Wahrscheinlich werde es der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt nicht gelingen, sich von der globalen Rezession abzukoppeln, heißt es bei der Commerzbank. Nach Jahren zweistelliger Wachstumsraten rechnen viele Experten für 2009 mit einem Einbruch des Wachstums auf schlimmstenfalls fünf, bestenfalls acht Prozent.

suc/Reuters/AFP/dpa-AFX