Extrem jung - DER SPIEGEL
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RISIKOKAPITAL Extrem jung

• aus DER SPIEGEL 2/1998
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Der Staat will vom Börsenboom profitieren: Als Aktionär könnte er dieses Jahr erstmals bei den Börsengängen junger High-Tech-Firmen mitverdienen. Die Technologie-Beteiligungsgesellschaft (TBG), eine Tochtergesellschaft der bundeseigenen Deutschen Ausgleichsbank, stieg deshalb jüngst mit jeweils bis zu zehn Millionen Mark bei acht Firmen ein, die sich am Neuen Markt in Frankfurt oder an der New Yorker Nasdaq etablieren wollen, darunter die Hamburger Biotechnologiefirma Sequenom und die Böblinger Softwareschmiede Brokat. Bislang hielt die staatliche Förderfirma, die seit 1989 eine halbe Milliarde Mark Risikokapital mobilisiert hat, lediglich »stille«, also indirekte, Beteiligungen - doch dafür gab es keine Aktien. So war die TBG jahrelang bei der Mobilfunkfirma Mobilcom »still« beteiligt, verdiente aber beim späteren Börsengang, dem bislang erfolgreichsten eines Unternehmens am Neuen Markt (336 Prozent plus), nicht mit. Die nun erhofften Aktiengewinne sollen in neue Firmen fließen oder gegebenenfalls Verluste bei weniger erfolgreichen Beteiligungen abdecken. Schließlich investiere man, so TBG-Geschäftsführer Ernst Mayer, »in extrem junge Firmen, bei denen das Risiko sehr hoch ist«.

Schäfer U.
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