PLASTIKFLASCHEN Extrem problematisch
Pläne der Karlsberg-Brauerei, Bier bald auch in PET-Flaschen zu verkaufen, sorgen für Streit. »Der Geschmack wird sich mit Sicherheit verschlechtern«, meint etwa Verpackungsexperte Heinrich Vogelpohl. Der Dozent an der Technischen Universität Weihenstephan ist überzeugt: »Im Laufe der Zeit verringert sich der Kohlensäuregehalt, gleichzeitig gelangt Sauerstoff in die Plastikflasche.« Dadurch könne sich die Farbe des Bieres verändern und die Haltbarkeit beeinträchtigt werden. Experten beim Deutschen Brauer-Bund halten den Plan der saarländischen Firma ebenfalls für »extrem problematisch«. Karlsberg-Chef Richard Weber, der schon durch Innovationen wie das Trendbier »Ballermann 6« für Aufregung sorgte, glaubt dagegen, daß sein Plastikbier, das zunächst in Frankreich und Spanien getestet wird, neun Monate haltbar sei. In Deutschland soll die Karlsberg-Marke »Ur-Pils« in PET-Pfandflaschen verkauft werden.