ExxonMobils Öl-Lager Wegen Umwelt-Vergehen im Gerede
New York - Bei der brennenden Anlage handelt es sich um eine Lagerstätte, die ExxonMobil zur Verteilung von Öl verwendet. Sie liegt am Rand von Port Mobil, nahe der Outerbridge-Überführung, die Staten Island mit der Stadt Woodbridge in New Jersey verbindet. Sie grenzt an einen Fluss namens Arthur Kill.
Im Januar 2002 hat sich ExxonMobil bereit erklärt, eine Strafe von 11,2 Millionen Dollar zu zahlen, weil an der Lagerstätte mehrfach Benzol die Umwelt verschmutzt hatte. Die Strafe war eine der höchsten, die je wegen vergleichbarer Vergehen in den USA gezahlt wurde.
Der damals noch unabhängige Mobil-Konzern hat in den Jahren 1991-1993 mehrfach mit Benzol verunreinigte Abfälle in zwei künstliche Teiche beim Gelände geleitet. Die Benzol-Konzentration lag um das zwanzigfache über dem erlaubten Grenzwert, Mobil besaß für die Entsorgung keine Genehmigung.
Nachdem eine Kontrollbehörde Mobil verboten hatte, die Abfälle derart zu entsorgen, schleuste der Konzern sie illegalerweise für mehrere Monate direkt in den Arthur Kill River. Bereits im Jahr 1996 hatte die Bundesregierung deshalb Klage gegen Mobil eingereicht. Benzol gilt als krebserregend und wurde in den USA 1990 verboten. Der Konzern hatte dennoch zeitweilig argumentiert, die Verschmutzungen seien nach den US-Umweltschutzgesetzen nicht illegal gewesen, weil es sich nur um Einzelfälle gehandelt habe.
Die 11,2 Millionen bestanden aus einer Zivilstrafe in Höhe von 8,2 Millionen Dollar und weiteren drei Millionen, die ExxonMobil für die Säuberung und Erneuerung der Landschaft am Arthur Kill investieren muss. Der Mobil-Konzern war im Jahr 1999 mit dem größeren Konkurrenten Exxon fusioniert.
Der Kurs der ExxonMobil-Aktie notierte nach der Explosion fast unverändert. Gegen 17.30 Uhr notierte das Papier bei 33,8 Dollar, ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss.