EZB: Trichet neuer Zentralbankpräsident - DER SPIEGEL
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EZB Trichet neuer Zentralbankpräsident

Der französische Notenbankchef Jean-Claude Trichet hat die letzte Hürde auf dem Weg an die Spitze der Europäischen Zentralbank genommen. Der 60 Jahre alte Trichet, der bisher die französische Notenbank führt, wird zum 1. November den Niederländer Wim Duisenberg ablösen.
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Brüssel - An der Wahl nahmen nur die Staats- und Regierungschefs der zwölf Staaten mit der Euro-Gemeinschaftswährung teil. Trichet ist als Finanz- und Währungsfachmann international anerkannt. Seine Unterschrift wird künftige Euro-Banknoten zieren. Er wird acht Jahre lang amtieren. Wegen der schwachen Konjunktur und der ausufernden Staatsverschuldung in europäischen Kernländern wie Deutschland und Frankreich steht Trichet vor großen Herausforderungen.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten die Nominierung Trichets bereits auf dem Gipfel am 20. Juni in Saloniki abgesegnet und waren damit einem Wunsch des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac nachgekommen. Trotzdem musste Trichet ein mehrstufiges Ernennungsverfahren durchlaufen, in das die Frankfurter Notenbank, die EU-Finanzminister und das Europaparlament eingebunden waren.

Erst im Juni hatte ein Freispruch im Pariser Strafprozess um die frühere Staatsbank Crédit Lyonnais dem Karrierebeamten den Weg nach Frankfurt geebnet. Duisenberg, 68, hatte wegen des Verfahrens für Trichet den Platz freigehalten und war länger an der Spitze der Bank geblieben als ursprünglich geplant.