Reels: Facebooks TikTok-Klon startet in rund 50 Ländern - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Reels Facebooks TikTok-Klon startet in rund 50 Ländern

Im Kampf um junge Internetnutzer startet Facebook in rund 50 Ländern seinen neuen Dienst namens Reels. Die Plattform TikTok hält diesen für einen Klon.
Logo von TikTok
Logo von TikTok

Logo von TikTok

Foto: Dado Ruvic/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das weltgrößte Internetnetzwerk Facebook greift mit einem eigenen Produkt den Rivalen TikTok an. Das Angebot der Facebook-Tochter Instagram werde um einen neuen Kurzvideodienst namens Reels ergänzt, hieß es.

Reels gibt Nutzern, ähnlich wie TikTok, die Möglichkeit, handyfreundliche Videos aufzunehmen und diese mit Sondereffekten und Musik zu posten. TikTok-Chef Kevin Mayer bezeichnete Reels deswegen als Klon.

Reels soll bald in den USA sowie in mehr als 50 anderen Ländern starten. Auch in Deutschland wird mit der neuen Plattform experimentiert.

Mehr zum Thema

TikTok gehört zum chinesischen Konzern ByteDance. Die Videoplattform gehört für Hunderte Millionen Jugendliche auf der ganzen Welt zu ihrem digitalen Alltag. In den Clips wird getanzt, es finden sich Parodien, Sketche und Schönheitstipps.

Kritiker werfen TikTok allerdings vor, Nutzerdaten an die chinesische Regierung weiterzugeben. Die Videoplattform weist die Vorwürfe zurück.

Verschärfte Regeln gegen Fake News

Vergangene Woche drohte US-Präsident Donald Trump eine Verbannung von TikTok vom US-Markt an. Der Softwareriese Microsoft erklärte daraufhin am Sonntag, bereits laufende Gespräche mit ByteDance für eine mögliche Übernahme von TikTok sollten bis zum 15. September abgeschlossen werden. Trump nannte dann den 15. September als Frist für einen Verkauf von TikTok - ansonsten werde das Angebot in den USA "dichtgemacht".

TikTok will der US-Regierung nun entgegenkommen. Der Dienst will mit verschärften Regeln die Verbreitung von Fehlinformationen im eigenen Netzwerk bekämpfen.

Der Dienst kündigte Partnerschaften mit Faktencheckern an, die Fehlinformationen im Wahlkampf aufspüren sollen. Zudem sollen Nutzer Wahlkampf-relevante Enten melden können. Auch werde mit Experten des Heimatschutzministeriums zusammengearbeitet, um sich gegen "ausländische Einflussnahme" zu schützen.

ssu/AFP/Reuters