Fachkräfteklau: Walter-Bau verklagt Bilfinger Berger - DER SPIEGEL
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Fachkräfteklau Walter-Bau verklagt Bilfinger Berger

Eine Tochter der insolventen Walter-Bau-Gruppe will einem Zeitungsbericht zufolge den Konkurrenten Bilfinger Berger verklagen. Der Vorwurf: Abwerbung von wichtigen Mitarbeitern.
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München - Die Walter Heilit Verkehrswegebau GmbH versuche beim Landgericht München per einstweiliger Verfügung zu erreichen, dass 15 bis 20 leitende Angestellte, die zu Bilfinger Berger wechseln, dort nicht beschäftigt werden dürfen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die gezielte Abwerbung sei unlauterer Wettbewerb, zitiert das Blatt den Vorwurf. Bilfinger Berger bestreite die Anschuldigung.

Das Gerichtsverfahren ist Teil eines Machtkampfes in der Baubranche nach der Pleite der Walter-Bau-AG Anfang Februar. Die österreichische Holding Strabag übernimmt große Teile des insolventen Augsburger Konzerns, darunter auch den profitablen Verkehrswegebau.

Die Strabag hofft auf hohe Umsätze bei Straßen- und Schienenprojekten. Die Walter Heilit Verkehrswegebau zählt hier mit einer Bauleistung von 500 Millionen Euro pro Jahr zu den Marktführern. Für dieses Walter-Unternehmen hatte sich auch Bilfinger Berger aus Mannheim interessiert, den Zuschlag bekam aber Strabag. Nun planen die Mannheimer mit Fachkräften aus dem Walter-Konzern eine eigene Sparte Straßenbau, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Strabag-Vorstandschef Hans Peter Haselsteiner wirft dem Konkurrenten Bilfinger Berger vor, den Walter Verkehrswegebau mit der Abwerbeaktion "nachhaltig zu schädigen". Das sei nicht hinnehmbar und für Bilfinger-Berger-Vorstandschef Herbert Bodner "kein Ruhmesblatt". Bodner hatte sich den Angaben zufolge selbst mit Walter-Führungskräften getroffen und für einen Wechsel zum Mannheimer Konzern geworben. Dabei war der ehemalige Walter-Vorstand Alexander von Wilcken behilflich, der inzwischen einen Beratervertrag bei Bilfinger Berger hat.