AFFÄRE Falk-Gelder in Südafrika
Verlagserbe und Multimillionär Alexander Falk, gegen den die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Betrugs ermittelt, dürfte wohl nicht so schnell aus der Untersuchungshaft entlassen werden - zu groß scheint die Fluchtgefahr. Laut Informationen aus Bankenkreisen hat der ehemalige Großaktionär der Schweizer Internet-Holding Distefora nämlich noch kurz vor seiner Verhaftung große Teile seines Vermögens in Sicherheit gebracht. So soll er Anfang Juni von seinen Konten bei der noblen Privatbank Hauck & Aufhäuser einen zweistelligen Millionenbetrag nach Südafrika verschoben haben. Die Gelder sollen dort auf ein Konto der englischen Großbank Standard Chartered geflossen sein. Falk besitzt in Südafrika bereits seit längerem ein nobles Anwesen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft will die Angelegenheit »nicht kommentieren«. Mit Verweis auf das »Bankgeheimnis« verweigert auch Hauck & Aufhäuser eine Stellungnahme. Und Falks Anwalt Gerhard Strate »kann im Moment nichts dazu sagen«.