Falschgeld: Blüten und wie man sie erkennt - DER SPIEGEL
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Falschgeld Blüten und wie man sie erkennt

Die Deutsche Bundesbank und die Polizei warnen vor gefälschten Geldscheinen in Deutschland. Im ersten Halbjahr 2005 stellten die Behörden etwa 40.000 Blüten sicher. Mit drei einfachen Tricks kann auch der Verbraucher einen "Falschen Fuffziger" enttarnen.
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Düsseldorf - Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Ingo Wolf (FDP) sind rund zwei Drittel aller Blüten 50-Euro-Scheine. Die 40.000 registrierten Fälschungen verursachten einen Schaden von fast drei Millionen Euro, wie die Deutsche Bank mitteilte.

Hochgerechnet auf das Gesamtjahr ist die Zahl der gefälschten Banknoten in Deutschland konstant geblieben. 2004 stellte die Polizei etwa 80.000 Scheine sicher. Verglichen mit 2002, dem ersten Jahr nach Einführung des Euro, sind jedoch wesentlich mehr Blüten im Umlauf. Damals gingen den Ermittlern lediglich 14.000 falsch Scheine ins Netz.

NRW-Innenminister Wolf wies darauf hin, dass neben Hobby-Fälschern auch die organisierte Kriminalität mittlerweile erkannt habe, welches Potenzial in Euro-Blüten steckt. Vor allem aus Bulgarien, Litauen und Italien kämen viele professionelle Fälscher. Rund 450 Millionen Menschen in der Eurozone und den Ländern Mittel- und Osteuropas benutzen den Euro als offizielles oder inoffizielles Zahlungsmittel.

Um der organisierten Falschgeldkriminalität zu begegnen, sei es unerlässlich, die internationale Zusammenarbeit von Polizei und Justiz zu stärken, betonte Wolf in Düsseldorf. Auch eine Aufklärungskampagne des NRW-Ministeriums und der Bundesbank soll dabei helfen. Unter dem Motto "Fühlen, Sehen, Kippen" bekommt der Bürger Tipps, um Blüten zu erkennen.

Grund zur Panik besteht für den deutschen Barzahler jedoch nicht. Denn die Wahrscheinlichkeit, eine Blüte in seinem Portemonnaie zu haben, ist weiterhin relativ gering. "Aktuell kommen auf eine Million echte Banknoten knapp 20 Fälschungen", erklärte der Bundesbankexperte, Hans Peter Weser. Wolf ergänzte: "Erst wenn einem jährlich 50.000 Banknoten durchs Portemonnaie wandern, ist vermutlich eine falsche dabei." Im Ausland sei das Falschgeldaufkommen weitaus höher.