Fastfood-Markenstreit: Mc gegen Mc - DER SPIEGEL
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Fastfood-Markenstreit Mc gegen Mc

Großkonzerne wie McDonald's müssen ihren Namen schützen - und sei es in Malaysia. Der amerikanische Schnellrestaurant-Konzern sah sich durch ein ortsansässiges Unternehmen herausgefordert, klagte und siegte.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Oak Brook, Illinois - McDonald's   hat einen Rechtsstreit gegen das malaysische Restaurant McCurry gewonnen. Das Verfahren dauerte fünf Jahre - am Ende stand der Sieg für den US-Giganten.

Bei McCurry bekamen die Gäste Curry-Gerichte und Tandoori. Die Anwälte konnten den Richter aber davon überzeugen, dass Passanten McCurry mit McDonald's verwechseln könnten. Immerhin prangte über dem Restaurant ein großes, gelbes McCurry-Schild. Der Gebrauch des Wortes McCurry und die Nutzung von Farben, die besonders für den Kläger stehen, könnten zu Konfusionen und Täuschungen führen, lautet die Erklärung der Richter.

Das Gericht verurteilte das Restaurant, das Mc auf seinem Schild zu entfernen. Doch das Restaurant gibt sich offensichtlich nicht geschlagen, will in Berufung gehen. Denn Mc sei eine bloße Abkürzung, stehe für "Malaysian Chicken Curry".

Für Unternehmen wie McDonald's ist das kein Spaß. "Vor allem unsere Marke wird verwässert", erklärt Alexander Schramm, Director Corporate Affairs bei McDonald's. "Und es passiert ständig. Insofern müssen wir gegen solche Fälle vorgehen, sofern die Unternehmen auf Einigungsversuche nicht eingehen."

Zumal das Ganze auch teuer ist: "So etwas kann Schäden an der Marke im sechs- oder siebenstelligen Bereich verursachen", behauptet Schramm.

Entdeckt werden solche Markenverletzungen manchmal durch Zufall. "Wenn die Marke nicht eingetragen ist, ruft uns schon einmal ein Kunde oder Mitarbeiter an", so Schramm. Wird die Marke dagegen eingetragen, "fahren wir ein Screening und entdecken solche Fälle."

itz/mm.de/Reuters

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