Fataler Geruch - DER SPIEGEL
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Fataler Geruch

• aus DER SPIEGEL 29/1973
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An der Konservierung deutscher Weine mit Sorbinsäure übt die Farbwerke Hoechst AG barsch Kritik. Denn als der Bundestag im März das krebsverdächtige Baycovin der Bayer AG verbot, hatte er zugleich im Weingesetz die strenge Deklarationsvorschrift »mit Konservierungsstoff Sorbinsäure« liberalisiert. Dadurch war Hoechst mit »Vinosorb« das süße Weine gegen Nachgärung sterilisiert, groß ins Geschäft, aber auch ins Gerede gekommen: Hoechstpräparierte Weine, so häuften eich Klagen in der Fachpresse, verströmten einen penetranten Duft ("Geranienton"). Zu »Unfällen solcher Art« komme es »nur -- weist jetzt Hoechst die Winzer zurecht -- durch »zu wenig schweflige Säure«. Zwar mindert Schwefel die Bekömmlichkeit des Weins, aber »erfreulicherweise«, so Hoechst, bannt »ausreichende Schwefelung« den fatalen Geruch.

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