Ferienzeit: Benzinpreise steigen - DER SPIEGEL
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Ferienzeit Benzinpreise steigen

Den deutschen Autofahrern drohen noch in den laufenden Sommerferien steigende Benzinpreise. Grund dafür ist die Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), weniger Öl zu fördern.
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"Das ist eine Kürzung, die wir spüren werden", sagte BP-Sprecherin Claudia Braun der "Berliner Zeitung" Es sei "sehr wahrscheinlich, dass die Preise für Öl und Benzin anziehen werden." Ähnlich äußerte sich ein Esso-Sprecher: "Die Tendenz fallender Preise scheint gebremst."

Wie schnell sich die steigenden Rohölpreise in den Benzinpreisen niederschlagen, lässt sich zurzeit noch nicht absehen. Klaus Matthies vom Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) erwartet jedoch eine schnelle Reaktion. "Das kann schon übermorgen sein", sagte Matthies. Auf Grund der hohen Kartelldisziplin der Opec sieht Matthies auch langfristig keine Entspannung am Rohölmarkt. "Wenn die Opec das durchhält, muss man sich auf ein höheres Preisniveau einstellen", sagte der Wirtschaftsforscher.

Die Opec will zur Stützung des Ölpreises ihre Fördermengen um täglich eine Million Barrel (je 159 Liter) kürzen, teilte das Opec-Sekretariat in Wien am Mittwochabend mit. Die Regelung trete am 1. September in Kraft. Die gemeinsame Förderquote verringere sich damit auf 23,2 Millionen Barrel am Tag. Die Maßnahme sei notwendig, um den Markt zu stabilisieren, die Nachfrage am Weltmarkt zu befriedigen und einen Preisverfall zu verhindern. Sie sei daher im Interesse sowohl der Produzenten als auch der Konsumenten, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung aller elf Mitgliedstaaten.