Ferrari: Nachschlag für Jean und Luca - DER SPIEGEL
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Ferrari Nachschlag für Jean und Luca

Der Absatz an Edelflitzern steigt. Doch Millionen-Boni für die Spitzenkräfte schmälern den Gewinn der Sportwagenschmiede.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Maranello – Nicht nur Michael Schumacher gehörte im vergangenen Jahr bei Ferrari zu den Topverdienern. Auch Konzernchef Luca di Montezemolo und Rennstall-Leiter Jean Todt kassierten kräftig. Wie jetzt bekannt wurde, bekam Montezemolo eine Bonuszahlung in Höhe von 18,2 Millionen Euro, Todt durfte sich über drei Millionen Euro extra freuen.

Die Zusatzzahlungen belasten das Ergebnis der Sportwagenschmiede gewaltig. Sie machen den größten Block bei den Sonderausgaben in Höhe von 26,6 Millionen Euro aus, auf Grund derer sich der Nettogewinn bei Ferrari von 47 Millionen Euro auf 21,6 Millionen Euro mehr als halbierte.

Der Umsatz konnte hingegen um 14 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zulegen. Für diese Summe hatten sich Liebhaber italienischer Edelflitzer im vergangenen Jahr Ferraris (4236) und Maseratis (3300) bestellt.

Ob es vor dem Hintergrund dieser Zahlen auch in diesem Jahr einen so kräftigen Nachschlag für die Spitzenleute geben wird, ist mehr als fraglich. Die jüngst bekannt gewordene Ferrari-Forderung an Formel-1-Weltmeister Schumacher, er solle künftig auf einen Teil seines Gehalts verzichten, war schon ein eindeutiges Sparsignal.