Fiat Berlusconi will den Ferrari-Punto
Rom - Außerdem, so ist der italienische Regierungschef überzeugt, könne nur Ferrari-Boss Luca di Montezemolo die krisengeschüttelte Autogruppe Fiat vor der Pleite retten. Bei der Sanierung von Ferrari und Maserati habe der Chef von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher große Fähigkeiten bewiesen, die auch in den Dienst von Fiat gestellt werden könnten, so Berlusconi.
Zur Lösung der Krise schlug der italienische Ministerpräsident vor, Fiat-Autos unter dem Ferrari-Label zu verkaufen. "Man sollte den Namen Fiat löschen, die Designer von Ferrari könnten neue Modelle auf den Markt bringen", sagte der Ministerpräsident. Fiat ist der Hauptaktionär von Ferrari.
Seiner Ansicht nach mussItalien das Prestige der weltweit bekannten Marke Ferrari besser ausnutzen. "Ferrari Young" ist Berlusconis Vorschlag für ein neues Fiat-Modell, das unter der Marke des Rennstalls von Maranello auf den Markt gebracht werden sollte. "Wenn ich frei wäre, würde ich selber die Führung des Fiat-Konzerns übernehmen", so der Regierungschef.
Ferrari-Chef Montezemolo hatte in den vergangenen Tagen dementiert, die Führung von Fiat übernehmen zu wollen, sich jedoch an einer Erweiterung seines Imperiums um die Marke Alfa Romeo interessiert gezeigt. Alfa Romeo ist eine Marke der Autogruppe Fiat.
"Ich glaube, dass Alfa Romeo großes Potenzial hat. Mit Ferrari und Maserati könnte man einen Koloss in der Sportwagenproduktion aufbauen. Ich liebe Herausforderungen, und für einen Neubeginn einer historischen Marke wie Alfa Romeo würde ich gern arbeiten", sagte Montezemolo.