Fiat-Krise: Kardinal schaltet sich ein - DER SPIEGEL
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Fiat-Krise Kardinal schaltet sich ein

In seiner Dauerkrise bekommt der italienische Autobauer Fiat nun religiösen Beistand: Der Erzbischof von Turin will bei den Verhandlungen mit Gläubigern vermitteln.
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Turin - Der Erzbischof, Kardinal Severino Poletto, will sich unter anderem mit dem italienischen Wirtschaftsminister Domenico Siniscalco und wichtigen Managern der Fiat-Gläubigerbanken treffen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet.

Bei einer Besprechung mit Gewerkschaftsvertretern habe er sich bereits über die derzeitige Lage Unternehmens informiert, das seit Jahren finanziell angeschlagen ist und Marktanteile verliert. In den kommenden Tagen wolle Poletto auch mit Fiat-Vorstandschef Sergio Marchionne zusammentreffen, hieß es. "Er wollte sich ein detailliertes Bild über die Krise in Turin machen und verstehen, welche Auswege es gibt", sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Der 72-jährige Kardinal interessiert sich seit Jahren persönlich für die Krise bei dem Turiner Traditionskonzern. Schon bei der Beerdigung von Fiat-Patriarch Giovanni Agnelli 2003 sagte er: "Fiat muss saniert werden und das Unternehmen muss in Turin bleiben."