Fielmann: Geschäfte mit ökologischer Feinkost - DER SPIEGEL
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Fielmann Geschäfte mit ökologischer Feinkost

Jeder kennt die Brillen von Günther Fielmann. Jetzt wittert der Unternehmen in Zeiten der diversen Tiermastskandale mit einer Ladenkette für ökologische Feinkost ein weiteres großes Geschäft.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Noch in diesem Jahr soll es losgehen: 10 bis 20 Läden in norddeutschen Städten seien machbar, sagte Fielmann dem "Handelsblatt". Die Marke stehe schon fest: Die Hof Lütjensee GmbH ist seit Jahren eine Vertriebsgesellschaft von Fielmann. An der Vertriebskette sollen sich nun auch Landwirte und Hersteller von ökologischen Lebensmitteln beteiligen.

Erfahrung mit Öko-Lebensmitteln sammelt Fielmann schon seit zehn Jahren auf seinem Öko-Hof in Lütjensee bei Hamburg. Der dort ansässige Hofladen gehört zur Bioland-Gruppe und kann sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz von 2800 Produkten auf rund zwei Millionen Mark. Seit der BSE-Krise stiegen die Umsätze allein in Deutschland sogar um mehr als die Hälfte. Entgegen des bundesweiten Trends wird in Lütjensee auch mehr Rindfleisch als bislang verkauft. Dabei liegen die Preise um 30 bis 40 Prozent über dem Niveau herkömmlicher Lebensmittel. Wegen der zu hohen Mitarbeiterzahl arbeitete der Laden bislang allerdings nicht kostendeckend.

Von der neuen Ladenkette erhofft sich Fielmann eine ordentliche Rendite. Denkbar sei ein Franchise-Modell oder eine Leitung durch gewinnbeteiligte Geschäftsführer. Das Geschäftsführer-Modell hat sich schon bei den Optikfilialen bewährt. Im Geschäftsjahr 1999 erwirtschaftete die Fielmann-Gruppe mit den 459 Niederlassungen einen Außenumsatz von 1,27 Milliarden Mark. Dabei wurden 4,7 Millionen Brillen verkauft.